„Die digitale Volkskrankheit unserer Zeit“
Wir verbringen heute viele Stunden täglich vor Monitoren – ob am Arbeitsplatz, beim Studium oder in der Freizeit am Smartphone. Diese Dauerbelastung führt nicht nur zu Beschwerden an den Augen, sondern kann den gesamten Körper beanspruchen. Ärzte sprechen in diesem Zusammenhang vom Office-Eye-Syndrom.
Das Syndrom macht sich ganz unterschiedlich bemerkbar:
• Augen: Trockenheitsgefühl, Brennen, Rötung, Lichtempfindlichkeit, verschwommenes Sehen.
• Kopf & Nacken: Verspannungen, Kopfschmerzen, Müdigkeit.
• Konzentration: schnelle Ermüdung, verminderte Leistungsfähigkeit.
Grund: Beim konzentrierten Arbeiten am Bildschirm blinzeln wir bis zu 60 % weniger → der Tränenfilm reißt schneller auf, die Augen trocknen aus.
• Reduzierte Lidschlagfrequenz → instabiler Tränenfilm.
• Klimaanlagen, trockene Luft, Heizung, künstliches Licht.
• Falsche Brillenwerte und lange Bildschirmzeiten.
• Kontaktlinsen bei langem Bildschirmgebrauch.
• Blaulicht und Blendung durch Monitore.
• Vorhandenes Trockenes Auge wird verstärkt.
Zusatzhinweis:
Arbeitsplatzbrillen: ab dem 40. Lebensjahr fällt es vielen Menschen schwerer, sowohl in der Nähe als auch auf mittlere Distanzen (z. B. zum Monitor) entspannt scharf zu sehen. Schon kleine, unerkannte Sehfehler – wie eine beginnende Alterssichtigkeit (Presbyopie) oder eine nicht erkannte Weitsichtigkeit (Hyperopie) – können Beschwerden wie Brennen, Kopfschmerzen oder Konzentrationsschwierigkeiten auslösen.
Hier können Arbeitsplatzbrillen (Computerbrillen) eine sinnvolle Unterstützung sein: Sie sind speziell für Bildschirm- und Schreibtischdistanzen optimiert, bieten ein breites Sichtfeld und können helfen, eine unnatürliche Kopf- oder Körperhaltung zu vermeiden.
Empfehlung: Lassen Sie Ihre Sehstärke regelmäßig beim Augenarzt überprüfen und sprechen Sie mit Ihrem Optiker über eine Arbeitsplatzbrille. So wird das Sehen im Alltag erleichtert und Augenbeschwerden durch Bildschirmarbeit können reduziert werden.
9 Tipps für entspannte Augen bei Bildschirmarbeit (Office-Eye-Syndrom)

Regelmäßig blinzeln stabilisiert den Tränenfilm und reduziert Trockenheitsgefühle.

Alle 20 Minuten für 20 Sekunden in ca. 6 m Entfernung (20 feet) schauen – entspannt Augen und Augenmuskeln.

Bildschirmhelligkeit und Kontrast an die Umgebungsbeleuchtung angleichen, Spiegelungen vermeiden, indirektes Licht nutzen. Zu grell oder zu dunkel überanstrengt die Augen.

Abstand 60–70 cm, Oberkante des Monitors leicht unter Augenhöhe, Blick leicht nach unten; Bildschirm seitlich zum Fenster, keine Blendungen.

Regelmäßig lüften, 40–60 % Luftfeuchte anstreben, Zugluft/Klimaanlagen nicht direkt auf Augen.

Über den Tag verteilt genügend Flüssigkeit zu sich nehmen – das unterstützt die Benetzung der Augenoberfläche.

1–2×/Woche fettreicher Fisch (z. B. Lachs, Makrele) oder pflanzliche Quellen wie Leinsamen, Chiasamen, Walnüsse – kann den Tränenfilm unterstützen.

Schon versteckte Weitsichtigkeit (Hyperopie) oder Alterssichtigkeit (Presbyopie) können bei längerer Bildschirmarbeit Beschwerden verursachen. Eine Arbeitsplatzbrille ist oft eine sinnvolle Lösung – sprechen Sie dazu Ihren Optiker an.

Bei längerer Bildschirmarbeit kann es trotz Pausen und bewusster Verhaltensregeln zu Beschwerden wie Brennen, Fremdkörpergefühl oder verschwommenem Sehen kommen. In solchen Fällen können künstliche Tränen (Tränenersatzmittel) sinnvoll sein, um die Augenoberfläche zu befeuchten, den Tränenfilm zu stabilisieren und Beschwerden des trockenen Auges zu lindern. Besonders empfehlenswert sind dabei Tropfen ohne Konservierungsstoffe, da sie die Augenoberfläche schonen und langfristig besser verträglich sind.
Wichtig: Tränenersatzmittel sind eine unterstützende Maßnahme – sie ersetzen keine augenärztliche Untersuchung. Bei anhaltenden oder stärkeren Beschwerden sollte stets ein Augenarzt aufgesucht werden, um die Ursachen abzuklären.
Bonus: Aktive Pausen
Mehrmals täglich aufstehen, Schultern lockern, kurz die Augen schließen oder in die Ferne/ins Grüne schauen – frische Luft steigert Wohlbefinden und Konzentration.
Das Office-Eye-Syndrom entsteht vor allem durch Arbeitsgewohnheiten: zu langes Starren auf den Bildschirm, zu wenig Blinzeln, falsche Raumluft oder Beleuchtung. Schon kleine Änderungen im Verhalten können spürbare Besserung bringen.
• Wenn Beschwerden trotz Pausen und Tropfen länger anhalten.
• Wenn zusätzlich Rötungen, Schmerzen oder Sehminderung.
• Wenn Sie bereits ein Trockenes Auge oder andere Augenerkrankungen haben.
Qualität, Sorgfalt und persönliche Nähe sind die Grundlage unserer Arbeit – für Ihr bestes Sehen, heute und in Zukunft
Kostenfreie Patienten-Parkplätze
