Grüner Star (Glaukom)

Früh erkennen,gezielt behandeln
Glaukom

Grüner Star (Glaukom) – früh erkennen,
gezielt behandeln

Präzise Sehnerv-Analysen mit modernster Bildgebung – für eine verlässliche Früherkennung und individuelle Therapiekontrolle.

Das Glaukom, auch Grüner Star, bezeichnet eine fortschreitende Schädigung des Sehnervs. Typisch ist ein irreversibler Verlust von Nervenfasern, der unbehandelt zu Gesichtsfeldausfällen bis hin zur Erblindung führen kann.

Typisch: Das Glaukom verläuft häufig über lange Zeit symptomlos und bleibt oft unbemerkt – bis bereits bleibende Schäden am Sehnerv eingetreten sind.

Risikofaktoren: erhöhter Augeninnendruck, Durchblutungsstörungen des Sehnervs, eine veränderte Anatomie des Kammerwinkels oder eine familiäre Belastung, Kurzsichtigkeit, dünne Hornhaut.

Zu Beginn der Krankheit haben die Betroffenen noch keine Einschränkung im Gesichtsfeld.

In einer Gesichtsfeldmessung sind geringe Verluste nachweisbar. Der Patient bemerkt davon in der Regel jedoch nichts.

Der Patient bemerkt das eingeschränkte Sichtfeld. Viele Aktivitäten wie z.B. das Autofahren sind nicht mehr möglich.

Meist verursacht ein erhöhter Augeninnendruck Schäden am Sehnerv.

1)  SPECTRALIS Glaukom Modul Premium Edition (GMPE)

Die Augenpraxis Bergstraße arbeitet mit der GMPE – einer High-End-Technologie für die 3D-Analyse des Sehnervenkopfes.

Misst präzise den Sehnerv, die Nervenfaserschicht (RNFL) und die Ganglienzellschicht (GCL).

Erkennt auch kleinste strukturelle Veränderungen frühzeitig.

Mit APS & AutoRescan sind Verlaufskontrollen besonders zuverlässig, da dieselbe Stelle automatisch erneut vermessen wird – für objektive und reproduzierbare Ergebnisse.

  • Spezielle Scanmuster sind exakt auf die für das Glaukom relevanten anatomischen Strukturen ausgerichtet.

2) Gesichtsfelduntersuchung (Perimetrie):

Erfasst funktionelle Einschränkungen im Sehen und zeigt Auswirkungen im Alltag.

3) Druck & Hornhautmessung:

    • Goldmann-Applanationstonometrie als Goldstandard.

Ergänzend Non-Contact-Tonometrie mit integrierter Pachymetrie für komfortable Druck- & Hornhautdicken-Messung.

Immer individuell

Medikamente:
Augentropfen (Prostaglandine, Betablocker, Carboanhydrase-Hemmer, α2-Agonisten, Rho-Kinase-Inhibitoren).

Laser:
• SLT (Selektive Lasertrabekuloplastik): schonend, wiederholbar, schmerzlos, oft gleichwertig mit Tropftherapie.
• YAG-Iridotomie: bei engem Kammerwinkel prophylaktisch oder bei akutem Winkelblock.

Operative Verfahren:
Indiziert, wenn Tropfen und Laser nicht mehr ausreichen, um eine Progression zu stoppen.
  • MIGS (Minimal-invasive Glaukomchirurgie): bei leichter bis mittlerer Erkrankung.
  • Trabekulektomie / Drainage-Implantate: bei fortgeschrittenen Stadien.
  • Cyclophotokoagulation: bei therapierefraktären Fällen.

Selektive Lasertrabekuloplastik (SLT)

Schonende Lasertherapie bei Grünem Star

Die Selektive Lasertrabekuloplastik (SLT) ist eine moderne, gewebeschonende Behandlungsmethode zur Senkung des Augeninnendrucks – dem wichtigsten Risikofaktor für Schäden am Sehnerv beim Glaukom (Grüner Star).

Kurze, selektive Laserimpulse behandeln gezielt das Trabekelmaschenwerk im Kammerwinkel. Es entsteht kein thermischer Schaden, das Gewebe bleibt intakt.
Der Abfluss des Kammerwassers verbessert sich, der Augeninnendruck sinkt in vielen Fällen um 20–25 %.

•   Frühes bis mittleres Glaukom (primäres Offenwinkelglaukom, PEX, Pigmentglaukom).
•   Okuläre Hypertension (erhöhter Druck ohne Sehnervenschädigung).
•   Wenn Augentropfen nicht ausreichend wirken oder schlecht vertragen werden.
•   Als erste Behandlungsoption – wissenschaftlich belegt (LiGHT-Studie, Lancet 2019).
•   Um die Anzahl notwendiger Medikamente zu reduzieren.

•   30 Minuten vor dem Laser: Tropfen zur Pupillenengstellung (mehrmals Pilocarbin).
•   Betäubung des Auges mit Tropfen.
•   Laserbehandlung mit einer Speziallinse, Dauer: wenige Minuten.
•   Meist schmerzarm, keine Narkose erforderlich.
•   Direkt im Anschluss Druckkontrolle und kurze Nachsorge.

•   Schonend & sicher: keine Gewebeschädigung.
•   Effektiv: Augeninnendrucksenkung bei rund 80–85 % der Patienten.
•   Wiederholbar, falls der Effekt nach Jahren nachlässt.
•   Alternative zu Tropfen bei Unverträglichkeit oder mangelnder Wirkung.
•   Kurzer Eingriff – ohne Klinikaufenthalt, ambulant in der Praxis.

•   Vorübergehende Rötung oder leichte Reizung möglich.
•   Druckkontrollen nach 1 Stunde und nach einigen Wochen.
•   Wirkung setzt oft nach einigen Wochen ein.
•   Eine Wiederholung ist möglich, wenn der Druck später erneut steigt.

Hinweis:

Die SLT ersetzt nicht in jedem Fall eine medikamentöse Therapie oder andere Verfahren. Ob sie für Sie geeignet ist, hängt vom individuellen Befund ab – dies besprechen wir ausführlich in der Praxis.

Wichtig:

Entscheidend ist nicht nur ein Zieldruckwert, sondern das Gesamtbild: Struktur (HRT/GMPE), Funktion (Gesichtsfeld), individuelle Risiken und Verlaufsgeschwindigkeit.

State-of-the-Art Diagnostik: HRT & SPECTRALIS Glaukom Modul Premium Edition – Verfahren, die auch in Universitätskliniken und Studienzentren Standard sind.
Expertenbehandlung: Diagnostik & Therapie nach den Leitlinien der Fachgesellschaften – kombiniert mit klinischer Erfahrung auf Facharztniveau.
Vollautomatischer Ablauf – mehr Komfort & Sicherheit: Alle Daten sind vernetzt dokumentiert – für präzise Verlaufskontrollen, kurze Wartezeiten und reibungslose Abläufe.
Ganzheitlicher Ansatz: Wir behandeln nicht nur den Druckwert, sondern das gesamte Krankheitsbild – individuell, evidenzbasiert und transparent.

(FAQ)

Anwendung von Augentropfen bei Glaukom

Bei der Behandlung des Grünen Stars (Glaukom) spielen Augentropfen eine zentrale Rolle. Sie helfen, den Augeninnendruck zu senken und so das Risiko einer weiteren Schädigung des Sehnervs zu reduzieren. Damit die Tropfen ihre volle Wirkung entfalten, ist die richtige Anwendung entscheidend.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

1. Vorbereitung: Hände gründlich waschen, Tropfen bereithalten.
2. Spiegel nutzen: Am besten die Tropfen vor dem Spiegel anwenden, um die Handbewegungen besser zu kontrollieren.
3. Position: Kopf leicht nach hinten neigen und nach oben schauen. 4. Unterlid absenken: Mit einem Finger vorsichtig das Unterlid nach unten ziehen, sodass eine kleine „Tasche“ entsteht.
5. Tropfen geben: Einen Tropfen in die Lidtasche fallen lassen – dabei unbedingt vermeiden, dass die Tropfspitze Auge oder Wimpern berührt.
6. Augen schließen: Danach das Auge für einige Sekunden sanft schließen, damit sich der Tropfen optimal verteilt.

Praktische Tipps

• Abstand zwischen verschiedenen Präparaten: Wenn Sie mehrere Glaukomtropfen oder zusätzliche Augentropfen verwenden, sollte mindestens 5 Minuten Pause zwischen den Anwendungen liegen.
• Systemische Nebenwirkungen reduzieren: Nach dem Tropfen mit einem Finger sanft den inneren Augenwinkel (Tränenkanal) für ca. eine Minute zudrücken. So gelangt weniger Wirkstoff in den Körper – besonders sinnvoll bei empfindlichen Patienten oder während der Schwangerschaft.
• Einmalbehälter nutzen: Monodosen können in der Regel den ganzen Tag verwendet werden. Ein Behälter reicht also für mehrere Anwendungen an einem Tag, wenn Ihr Augenarzt z. B. zweimal tägliches Tropfen verordnet hat. Wichtig: Nach jeder Anwendung sollte die Monodose wieder fest verschlossen werden, um eine mikrobiologische Verunreinigung zu vermeiden.

Häufige Fehler vermeiden

• Tropfspitze berührt das Auge oder die Wimpern → erhöht das Risiko einer Infektion.
• Mehrere Tropfen gleichzeitig → der Überschuss läuft ab, ohne dass er wirkt.
• Tropfen bei weit geöffnetem Auge → rollen oft ab, statt sich gleichmäßig zu verteilen.

Tipp vom Augenarzt:

• Die Anwendung erfordert etwas Übung – schon nach wenigen Tagen wird sie zur Routine. Wenn Unsicherheit besteht, zeigen wir Ihnen die Tropftechnik gerne in der Praxis.
• Mit etwas Übung wird die Anwendung schnell zur Routine. Wer unsicher ist, kann die Tropf-Technik auch in der Praxis zeigen lassen.

Nein. Ziel der Behandlung ist es, das Fortschreiten der Erkrankung möglichst zu verlangsamen oder aufzuhalten.

Viele Patienten entwickeln ein Glaukom auch bei normalem Druck (Normaldruckglaukom). Wichtig ist die Kombination von Druck, HRT/GMPE, Gesichtsfeld und Verlauf.

• Ab 40 Jahren: alle 1–2 Jahre.
• Mit Risikofaktoren oder Befund: engmaschigere Kontrollen.

• Kontrollen bei bestehendem Glaukom: Kassenleistung.
• Vorsorge, erweiterte Bildgebung (z. B. HRT/GMPE): IGeL-Leistungen → nur nach vorheriger Kostenaufklärung & Einwilligung.

Nein. Alle Verfahren (HRT, GMPE, Druckmessung, Gesichtsfeld, Pachymetrie) sind schmerzfrei.

  • Wie wird eine Augentropfen appliziert?

    Anwendung von Augentropfen bei Glaukom

    Bei der Behandlung des Grünen Stars (Glaukom) spielen Augentropfen eine zentrale Rolle. Sie helfen, den Augeninnendruck zu senken und so das Risiko einer weiteren Schädigung des Sehnervs zu reduzieren. Damit die Tropfen ihre volle Wirkung entfalten, ist die richtige Anwendung entscheidend.

    Schritt-für-Schritt-Anleitung
    1. Vorbereitung: Hände gründlich waschen, Tropfen bereithalten.
    2. Spiegel nutzen: Am besten die Tropfen vor dem Spiegel anwenden, um die Handbewegungen besser zu kontrollieren.
    3. Position: Kopf leicht nach hinten neigen und nach oben schauen. 4. Unterlid absenken: Mit einem Finger vorsichtig das Unterlid nach unten ziehen, sodass eine kleine „Tasche“ entsteht.
    5. Tropfen geben: Einen Tropfen in die Lidtasche fallen lassen – dabei unbedingt vermeiden, dass die Tropfspitze Auge oder Wimpern berührt.
    6. Augen schließen: Danach das Auge für einige Sekunden sanft schließen, damit sich der Tropfen optimal verteilt.

    Praktische Tipps
    • Abstand zwischen verschiedenen Präparaten: Wenn Sie mehrere Glaukomtropfen oder zusätzliche Augentropfen verwenden, sollte mindestens 5 Minuten Pause zwischen den Anwendungen liegen.
    • Systemische Nebenwirkungen reduzieren: Nach dem Tropfen mit einem Finger sanft den inneren Augenwinkel (Tränenkanal) für ca. eine Minute zudrücken. So gelangt weniger Wirkstoff in den Körper – besonders sinnvoll bei empfindlichen Patienten oder während der Schwangerschaft.
    • Einmalbehälter nutzen: Monodosen können in der Regel den ganzen Tag verwendet werden. Ein Behälter reicht also für mehrere Anwendungen an einem Tag, wenn Ihr Augenarzt z. B. zweimal tägliches Tropfen verordnet hat. Wichtig: Nach jeder Anwendung sollte die Monodose wieder fest verschlossen werden, um eine mikrobiologische Verunreinigung zu vermeiden.

    Häufige Fehler vermeiden
    • Tropfspitze berührt das Auge oder die Wimpern → erhöht das Risiko einer Infektion.
    • Mehrere Tropfen gleichzeitig → der Überschuss läuft ab, ohne dass er wirkt.
    • Tropfen bei weit geöffnetem Auge → rollen oft ab, statt sich gleichmäßig zu verteilen.

    Tipp vom Augenarzt:
    • Die Anwendung erfordert etwas Übung – schon nach wenigen Tagen wird sie zur Routine. Wenn Unsicherheit besteht, zeigen wir Ihnen die Tropftechnik gerne in der Praxis.
    • Mit etwas Übung wird die Anwendung schnell zur Routine. Wer unsicher ist, kann die Tropf-Technik auch in der Praxis zeigen lassen.

  • Ist Glaukom heilbar?

    Nein. Ziel der Behandlung ist es, das Fortschreiten der Erkrankung möglichst zu verlangsamen oder aufzuhalten.

  • Warum reicht die Druckmessung allein nicht aus?

    Viele Patienten entwickeln ein Glaukom auch bei normalem Druck (Normaldruckglaukom). Wichtig ist die Kombination von Druck, HRT/GMPE, Gesichtsfeld und Verlauf.

  • Wie oft sollte man zur Vorsorge?

    • Ab 40 Jahren: alle 1–2 Jahre.
    • Mit Risikofaktoren oder Befund: engmaschigere Kontrollen.

  • Was übernimmt die Krankenkasse?

    • Kontrollen bei bestehendem Glaukom: Kassenleistung.
    • Vorsorge, erweiterte Bildgebung (z. B. HRT/GMPE): IGeL-Leistungen → nur nach vorheriger Kostenaufklärung & Einwilligung.

  • Tut die Untersuchung weh?

    Nein. Alle Verfahren (HRT, GMPE, Druckmessung, Gesichtsfeld, Pachymetrie) sind schmerzfrei.

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